So wünschen sich junge Menschen ihre Arbeitswelt

21.04.2022 News

Am 21.04.2022 fand unser gemeinsam mit atempo organisiertes Event „Sabbatical, Spirit und Stock Options – Wie sich junge Menschen ihre Arbeitswelt wünschen“ im Lendhafen Graz statt. Trotz strahlendem Sonnenschein konnten wir uns über einen gut gefüllten Veranstaltungssaal freuen, in dem wir u.a. darüber diskutierten, welche Anforderungen die Generation Z an ihre (zukünftigen) Arbeitgeber*innen stellt, warum gerade Social Enterprises attraktive Arbeitsplätze bieten und wie das Thema New Work in unterschiedlichen Organisationen gelebt wird.

Als Auftakt der Veranstaltung gab es per Videobotschaft anregende Begrüßungsworte von Wirtschaftslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl und Wirtschaftsstadtrat Günter Riegler, bei denen wir uns herzlich für die kontinuierliche Unterstützung und ihr Engagement für unsere Themen bedanken. Den ersten Impulsvortrag lieferte Wolfgang Mayrhofer von der WU Wien. In seiner Forschung beschäftigt er sich damit, was Menschen von ihren Arbeitsplätzen erwarten. In seinem Vortrag legte er den Fokus auf die Generation Z, die gerade am Anfang des Berufslebens oder kurz davorsteht.

Damit Unternehmen auch in dieser Altersgruppe auf motivierte und engagierte Arbeitskräfte zählen können, ist es u.a. besonders wichtig, diesen auf Augenhöhe zu begegnen und ein Gefühl der Zugehörigkeit zu schaffen. Den zweiten Vortrag übernahm Kirsten Tangemann, Vorständin vom Social Business Hub Styria. Sie zeigte auf, dass speziell Social Enterprises das Potential zum erstrebenswerten Arbeitsplatz für junge Menschen haben. Das liegt daran, dass sich viele eine sinnstiftende Arbeit wünschen, bei der nicht nur das Gehalt alleine, sondern auch Chance, Dinge über den Job hinaus zum Guten zu verändern eine entscheidende Rolle spielt. Hier kann ein Social Business, das mit seinem Geschäftszweck einen positiven Beitrag zur Allgemeinheit leistet, besonders punkten.

Anschließend gewährte uns Walburga Fröhlich, Mitgründerin von atempo und capito, einen Einblick in ihr Unternehmen, das nicht nur ein erfolgreiches Social Enterprise ist, sondern auch in vielen Punkten den New-Work-Ansatz aufgreift und Mitarbeitenden viele Benefits bietet. Zwei wichtige Punkte sind dabei, einen guten Mittelweg zwischen Sicherheit und Herausforderung am Arbeitsplatz zu bieten sowie die Individualität der einzelnen Angestellten wahrzunehmen und darauf auch Rücksicht zu nehmen. Zur Förderung von Kreativität gibt es im Unternehmen u.a. einen großen Gemeinschaftsgarten mit WLAN, in dem sowohl produktiv gearbeitet, aber auch eigenes Gemüse angepflanzt werden kann. Als Ermutigung zum Perspektivenwechsel haben alle Mitarbeitenden die Möglichkeit, nach fünf Arbeitsjahren, ein achtwöchiges bezahltes Sabbatical in Anspruch zu nehmen, um danach mit frischen Ideen und Tatendrang an den Arbeitsplatz zurückzukehren.

Im Anschluss an die Vorträge gab es unter der Leitung von Rüdiger Wetzl-Piewald, Vorstand vom Social Business Hub Styria, eine Paneldiskussion mit Claudia Fröhlich, Leiterin Organisation und Finanzen bei der Kleinen Zeitung, Wolfgang Mayrhofer von der WU Wien, Helmut Fink-Neuböck, Verantwortlicher für Unternehmensentwicklung, Nachhaltigkeit und Digitalisierung bei der Raiffeisen Landesbank und Christian Hauser, Data Scientist bei atempo. Während der Diskussion konnten brennende Fragen aus dem Publikum geklärt und spannende Einblicke in die vertretenen Unternehmen gewonnen werden. Über die gesamte Veranstaltung hinweg zeigte sich, dass die Arbeitswelt aktuell in einer bemerkenswerten Transformation steckt, auf die Unternehmen auch angemessen reagieren müssen. Die Entwicklung läuft immer mehr von einem Arbeitgeberinnen- zu einem Arbeitnehmer*innenmarkt und Arbeitssuchende treffen ihre Entscheidungen sehr bewusst. Besonders gegenseitiges Vertrauen zwischen Unternehmen und Angestellten, eine Arbeit mit Sinn, aber auch eine flexible Zeiteinteilung sind drei von vielen genannten Punkten, die eine wichtige Rolle spielen.


Als Abschluss des Events gab es noch ein köstliches Buffet, dass vom „Das Lorenz“ zur Verfügung gestellt wurde. Bei Fingerfood und Kaffee hatten die Gäste noch die Möglichkeit zum Austausch und Networking. Wir bedanken uns herzlichst, bei allen Vortragenden und Teilnehmenden für ihr Kommen und beim Team von atempo für die gemeinsame Organisation.


Wie die Arbeitswelt von morgen schlussendlich aussieht, können wir alle mitgestalten. Solange es weiterhin so viele innovative Unternehmen und engagierte Menschen gibt, die Arbeit sinnstiftend und positiv entwickeln, dürfen wir jedoch gespannt und optimistisch in die Zukunft blicken.

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